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08.08.2016 - Willkommenskultur der bösen Gutmenschen
Die Willkommenskultur der (bösen) Gutmenschen
oder
Der Untergang der abendländischen Kultur


«Ich bin Romanschriftsteller. Ich habe weder eine Theorie noch ein System noch eine Ideologie vorzuschlagen oder zu verteidigen. Es scheint mir jedoch, dass sich uns nur eine Alternative bietet: den schicksalsergebenen Mut aufzubringen, arm zu sein, oder den entschlossenen Mut wiederzufinden, reich zu sein. In beiden Fällen wird sich die sogenannte christliche Nächstenliebe als ohnmächtig erweisen. Die kommenden Zeiten werden grausam sein.»
Abschliessende Worte von Jean Raspail zum Vorwort der dritten Auflage des Heerlagers.

Im Jahr 1973 erschien die erste Auflage des Romans ‹Le Camp des Saints› des französischen Schriftstellers, Forschungsreisenden und Bestsellerautors Jean Raspail. Der am 5. Juli 1925 in Chemillé-sur-Dême (Frankreich) geborene Raspail schrieb ‹Le Camp des Saints› – zu Deutsch: ‹Das Heerlager der Heiligen›, 2. Auflage 2015, ISBN: 978-3-944422-12-1, Übersetzer Martin Lichtmesz – anlässlich eines Aufenthaltes an der Côte d'Azur, und zwar aufgrund einer ‹Vision›, die ihn mit albtraumartiger Intensität überkam.

Jeder Leser (gilt für Mann und Frau) wird je nach eigenem Denken, eigener Einstellung, Subjektivität und Weltsicht resp. eigenem Glaubensverständnis oder ‹überzeugtem Gehirn› eine andere Beurteilung abgeben und auch über ganz andere Aussagen des Autors wütend oder eben begeistert sein. So stehen z.B. im Internetz oberprimitive Lese-Warnungen mit den üblichen Verleumdungen, deren sich auch andere, bekannte Papier- und Online-Zeitungen bedienen, ‹psychologisch hochstehenden› Satzteilen wie: «... Jean Raspails Untergangsvision hat ihren Ursprung nicht in der Realität, sondern in den tief sitzenden Ängsten Raspails.» gegenüber. Wieder andere verniedlichen das Geschriebene als ‹Science Fiction›und wollen so den Inhalt als Fiktion, als Hirngespinst abtun. Matthias Matussek hingegen meint in der ‹Weltwoche› vom 27. November 2015: «Jean Raspail hat 1973 in einem parodistischen Roman den heutigen Flüchtlingsnotstand vorweggenommen. Wir sollten das Meisterwerk wieder lesen.» (http://www.weltwoche.ch/ausgaben/2015-40/literatur-lust-die-eigene-kultur-auszuloeschen-die-weltwoche-ausgabe-402015.html)
Das Buch ist tatsächlich ein Meisterwerk und verdient es, nicht nur einmal, sondern mehrmals gelesen und studiert zu werden, denn nur dann realisiert der Leser die präzise, ausgesuchte Wortwahl, die sprachlichen Feinheiten und den Scharfsinn, selbst wenn die bildhaften Vergleiche – vor allem in bezug auf die Invasoren und heimischen Weichdenker – oft knallhart und für mit ‹Schöngeistigem› verweichlichte Gehirne gelegentlich etwas anstössig daherkommen mögen. (Eine grosse Anerkennung gebührt dem Übersetzer, Martin Lichtmesz, denn er hat es verstanden, diese ins Schwarze treffenden Sätze ins Deutsche zu übertragen.) Raspail hat mit seinem (Tatsachen-)Roman die heutige Situation in Europa nahezu 1:1 vorweggenommen. Dass sich das Ende anders gestalten möge – auch für die Schweiz – als im Roman dargestellt, ist wohl nur ein frommer Wunsch der heutigen westlichen Welt, allen voran Europas. Ironie ist, dass sich die ganze Tragik, nämlich die effektive Landung der Flotte der dunkelhäutigen ‹Menschen vom Ganges› (dabei handelt es sich natürlich um Platzhalter für [Wirtschafts-]Flüchtlinge, Abwanderer und sonstige Heimatlandfliehende jeder Couleur) an der französischen Südküste von Karfreitag bis Ostermontag abspielt, denn auch das Christentum und seine Vertreter der sogenannten ‹christlichen Nächstenliebe› werden mit einigen treffenden Aussprüchen Beteiligter bedacht. So z.B.: «Man darf Gott nicht herausfordern. Er hat noch nie ein Zeichen gegeben. Gott wird nicht antworten. Er hat noch nie in irgendeiner Weise geantwortet. Es ist Wahnsinn, sich auf solche Hirngespinste einzulassen. Schlimmstenfalls verratet ihr das Bild, das ihr euch von Gott gemacht habt. ...» ... «... Unter all den Priestern, die in die Irre gehen und uns dort hinlocken – wieviele davon lügen uns willentlich ins Gesicht? ...»

Jean Raspail ist trotz seiner 90 Jahre bewusstseinsmässig fit und beantwortet auch die Fragen der heutigen Journalisten (es gibt mehrere Videos auf YouTube). Leider stellen sich die Fragenden oft noch genauso beschränkt und realitätsfremd-naiv dar wie damals 1971/72 von Raspail in ‹Le Camp des Saints› beschrieben. Der ‹Mainstream-Journalismus› übernahm damals und übernimmt auch heute die verlogenen Vorgaben der sektiererischen Vereinigten Staaten von Amerika und der selbsternannten (bösen) Gutmenschen, die vor nichts zurückschrecken und uns mit ‹schönen Worten in den Abgrund führen› (Bernd Höcker in ‹Böse Gutmenschen›). Wer hingegen sein Gehirn zum rationalen Denken einsetzt und anders, d.h. wahrheitsgemäss und also im Gegensatz zur vorgeschriebenen, gezielt falschhuman-bösen Wohltätigkeits-Politik fragt und schreibt, wird kaltgestellt und entlassen – wie es z.B. Matthias Matussek bei der ‹Welt› aufgrund eines harmlosen, jedoch zutreffenden Satzes passiert ist.

Grundsätzlich geht es im Buch ‹Das Heerlager der Heiligen› darum, wie Europa, in diesem speziellen Fall Frankreich, mit den Menschen der Dritten Welt umgehen soll, wenn sie sich nach und nach – aus welchen Gründen auch immer – ins ‹gelobte Land› resp. ‹neue Paradies› aufmachen, um ein besseres und leichteres Leben zu finden, oder schlicht um zu überleben – statt in ihrem eigenen Land zu arbeiten, für Ruhe und Ordnung zu sorgen und ihre Überbevölkerung einzudämmen, möchte man anfügen.
Im Gegensatz zur Bundeskanzlerin von Deutschland, Angela Merkel, die die ganze Invasion und Misere durch ihre unbedachte (oder absichtliche?) und völlig widersinnige Willkommenskultur hervorgerufen hat, erkennt im Heerlager der Präsident der Republik (zusammen mit einigen anderen) den Ernst der Lage, ist jedoch machtlos gegenüber den Heeren von Gutmenschen, links-intellektuellen Weltverbesserern, blauäugig-naiven und narkotisierten Bürgern und sonstigen ‹Assimilierten›, deren täglich mehr werden. Die koloniale Vergangenheit Frankreichs erweist sich als zusätzliches Problem, denn die Abendländer resp. die Weissen sind beim Fussvolk gewisser Berufsgattungen und sozialen Schichten bereits stark in der Unterzahl, was sich tragisch für sie auswirken wird. Erst ziemlich spät, als die Flotte gestrandet und die Situation für die meisten Franzosen erschreckend klar wird, hält der Präsident der Republik – der immer skeptisch war – eine Ansprache an seine Landsleute, die folgendermassen beginnt: «... In fünf Stunden wird eine Million Einwanderer, die sich nach Rasse, Sprache, Kultur und Tradition von uns unterscheiden, ohne Waffengewalt den Fuss auf den Boden unseres Landes setzen. Es handelt sich hauptsächlich um Frauen, Kinder und landlose, bedürftige Bauern, die von Hungersnot, Elend und Unglück geplagt sind und zudem unter einer dramatischen Bevölkerungsexplosion, die Geissel unseres Jahrhunderts, leiden. Ihr Schicksal ist tragisch. Aber das unsrige ist es nicht minder. ...»

Der Roman beginnt damit, dass ein alter Literaturprofessor mit seinem Teleskop von der Terrasse seines Hauses aus auf dem verlassenen Meer (südfranzösische Küste) eine verrostete Flotte bestehend aus 99 – von ehemals 100 – Schiffen vom andern Ende der Welt sichtet, die keine fünfzig Meter vom Ufer entfernt auf Grund gelaufen war. Die Gegend ist komplett verwaist. Die wohlhabenden Villen- und Yacht-Besitzer sind alle Hals über Kopf Richtung Norden geflüchtet. Nach einer gewissen Zeit erscheint bei ihm geräuschlos ein junger Mann mit langen blonden und schmutzigen Haaren. Raspail sagt, sein Blick verrate eine schlappgewordene Seele. Zwischen dem alten, aus gutem Hause stammenden Literaturprofessor und dem jungen, ungepflegten Mann entfacht sich ein Dialog, von dem einige Sätze wiedergegeben werden sollen. Welche Sätze von wem stammen, sollte nachvollziehbar sein.
«Sie sind nicht mehr zu retten. Sie denken noch nach. Es gibt nichts mehr nachzudenken. Auch das ist vorbei. Hauen Sie ab!»
«Oh nein!»
«Hören Sie mal! Sie und Ihr Haus, Sie beide passen prima zusammen. Man könnte sagen, ihr hockt hier schon seit mindestens tausend Jahren.»
«Seit 1673 genau», sagte der alte Herr und lächelte zum ersten Mal.
«Dreihundert Jahre gesichertes Erbe. Widerlich. Ich schaue Sie an und finde nichts Schiefes an Ihnen. Und darum hasse ich Sie. Darum werde ich morgen die schlimmsten Elendsgestalten gerade zu Ihnen führen. Denen ist es völlig egal, wer Sie sind und was Sie darstellen. Sie geben einen Dreck auf Ihre Welt. Sie werden gar nicht erst versuchen, sie zu begreifen. Sie werden müde sein, Hunger haben und mit Ihrer schönen Eichentür ein Feuerchen machen. Sie werden auf Ihre Terrasse kacken und sich mit den Büchern Ihrer Bibliothek die Hände abwischen. Ihren Wein werden sie ausspucken. Mit den Fingern werden sie aus Ihren hübschen Zinntellern essen, die dort an der Wand hängen. Sie werden auf den Fersen hocken und zusehen, wie Ihre Sessel brennen. Aus der Goldstickerei Ihrer Decken werden sie sich Schmuck machen. Jeder Gegenstand wird den Sinn verlieren, den er für Sie hat. Das Schöne wird nicht mehr schön sein, das Nützliche wird lächerlich und das Unnütze absurd werden. Nichts wird mehr einen echten Wert haben. Allenfalls werden sie sich um irgendein vergessenes Kordelstück balgen, während sie alles andere kurz und klein schlagen. Es wird herrlich sein! Machen Sie sich doch endlich aus dem Staub!»
Der Literaturprofessor hat ihn schliesslich mit einem gezielten Schuss aus seinem Jagdgewehr ins Jenseits befördert. Das erste Mal in seinem Leben hat er auf jemanden geschossen. Er will die wenigen Augenblicke, die ihm noch bleiben, in seinem Hause auf seine Art voll auskosten.

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