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07.03.2012 - Schnarchen
München, 07. März 2012 - Übermüdete Bettnachbarn kennen es genau, das knatternde, röchelnde oder auch fiepende Atemgeräusch des Partners - das Schnarchen. Etwa jeder fünfte Erwachsene schnarcht, bei den über 60-Jährigen sogar jeder zweite. Claudia Galler, Gesundheitsredakteurin von Deutschland größter Arztempfehlung jameda (http://www.jameda.de), informiert über Auslöser, Folgen und Behandlung des Schnarchens.

Beim Schnarchen flattern Gaumen und Zäpfchen im Luftstrom
Im Schlaf entspannen sich die Muskeln. Dadurch fallen zum einen die Atemwege im Rachen leicht ein und verengen sich. Zum anderen können Gaumen und Rachenzäpfchen durch die Erschlaffung der Muskeln besonders leicht in der Atemluft vibrieren und so die typischen Schnarchgeräusche hervorrufen.

Zahlreiche Faktoren verstärken das Schnarchen
Alkohol, Schlaf- und Beruhigungsmittel fördern die Muskelentspannung und begünstigen so das Vibrieren des Rachengewebes. Bei übergewichtigen Personen können Fettablagerungen im Rachenbereich zu engen Atemwegen führen. Auch Schnupfen und Allergien behindern durch angeschwollene Nasenschleimhäute die Atmung. Schläft man auf dem Rücken, senkt sich der Zungengrund, was die Atemwege verengt. Anatomische Gegebenheiten wie eine verkrümmte Nasenscheidewand, Polypen oder übermäßig viel Rachengewebe können ebenfalls Auslöser für ein Schnarchen sein.

Einfaches Schnarchen ist harmlos
Einfaches Schnarchen gilt als ungefährlich für den Schnarcher, wenn auch die Bettruhe des Bettnachbarn mitunter erheblich gestört ist. Die Lautstärke des Schnarchens kann stark variieren, vergleichbar mit dem Geräusch von raschelndem Laub bis hin zu dem eines vorbeidonnernden Lastwagens.

Atemaussetzer gefährden die Gesundheit
Treten die Schnarchgeräusche sehr laut und unregelmäßig auf, kann dies ein Hinweis auf eine Schlafapnoe sein. Hier kommt es durch eine Blockade der Atemwege zu Atemaussetzern im Schlaf. Diese können 10 Sekunden oder länger dauern und sich bis zu 100 Mal pro Nacht wiederholen. Sinkt der Sauerstoffgehalt im Blut durch die aussetzende Atmung, ist das ein Alarmsignal für den Körper aufzuwachen. Wer auf diese Weise ständig in seiner Nachtruhe gestört wird, ist am Tage müde, reizbar und wenig leistungsfähig. Über einen längeren Zeitraum können die Atemaussetzer zu Bluthochdruck, Herzrhythmusstörungen und unwillkürlichen Schlafattacken tagsüber führen.

Schlafapnoe muss vom Arzt behandelt werden
Schlafapnoe-Patienten werden nachts mit einer Überdruckmaske beatmet, so dass Nasen- und Rachenraum offen bleiben. Auch Aufbissschienen sorgen für eine bessere Atmung, indem sie Zunge, Gaumen und Kiefer weiter nach vorne verlagern.

Tipps & Tricks für Schnarcher
- Keine Schlaf- und Beruhigungsmittel einnehmen.
- Alkohol und üppige Mahlzeiten vor dem Zubettgehen meiden.
- Auf der Seite statt auf dem Rücken schlafen.
- Den Oberkörper erhöht betten.
- Nasenpflaster heben die Nasenflügel an und verschaffen mehr Luft.
- Einsätze für die Nase stabilisieren enge Nasengänge und helfen beim Atmen.
- Sprays, Schäume oder Strips für den Rachen schränken die flatternde Bewegung der Rachenbereiche ein.
- Beim Hals-Nasen-Ohren-Arzt klären, ob anatomische Gegebenheiten durch eine Operation korrigiert werden können.

Gut bewertete Hals-Nasen-Ohren-Ärzte finden Sie zum Beispiel auf jameda: http://www.jameda.de/aerzte/hno-aerzte-hals-nase-ohren/fachgebiet/

Pressekontakt:
jameda GmbH
Elke Ruppert
Klenzestraße 57b
80469 München
presse@jameda.de
089/2000 185 85
http://www.jameda.de

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