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\"Wie Frauen die Welt sehen\" - Onlinemagazin (unkommerziell) von weiblichen Autoren, die über verschiedene Themen schreiben. Von gesellschaftskritisch hin zu Gedanken über Frauenbilder
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14.09.2010 - Sarrazin (oder die Sache mit den Genen)
Die Medienwelt ist ja sehr schlicht gestaltet. Einschaltquoten und Auflagenzahlen regieren die Titel. Und Thilo Sarrazin bringt beides. Wir können ihm seit Erscheinen seines Buches nicht mehr entrinnen. Auf jeder Frequenz und aus jedem Blatt schallt uns der Name entgegen. Ist ja auch wohlklingend. Sarrazin. Woher kommt der eigentlich?

Der "Stern" hat letztes Jahr recherchiert, dass der Banker und vielleicht bald Ex-SPDler einer sabäischen Familien entstamme, die über Nordafrika und Spanien nach Frankreich gelangt sei und sich dort mit Hugenotten "vermischt" habe. Und legt für "sarrazin = sarrasin" zwei Namensbedeutungen nahe.
Erstens: eine Person, die zur muslimischen Bevölkerung des Mittelalters gehörte, zweitens: Buchweizen. Gleich, für welche der beiden Bedeutung man sich entscheidet: "genetisch einwandfrei" ist das alles nicht. Na und?

Im Gegensatz zu vielen selbst- oder fremdernannten Kommentatoren und Kritikern der zugegeben provokanten Sarrazinschen Äußerungen gebe ich gar nicht erst vor, das Buch gelesen zu haben. Nicht einmal in Auszügen. Ich bin – und ich stehe dazu – ein Kritiker aus zweiter Hand. Ein Verwerter der Fremdkritiken sozusagen. Allerdings werde ich auch dort schon fündig.

Ein Aufreger ist der Mann ja schon lange. Hat sich über Kopftuchträgerinnen geäußert und über Migranten ohne Schulabschluss. Nichts Neues also. Auch den Mund hat er sich damit bereits mehrfach verbrannt. Dass er seine Stimme diesbezüglich nun wieder erhoben hat, um sein Buch zu promoten, wirft für mich zunächst einmal nur die Frage auf, an welchem Wendepunkt in seinem Leben er stehen mag, um einen beruflichen Neuanfang so explizit herauszufordern. Hat diese Frage schon mal jemand gestellt? Oder beantwortet?

Nun zum Inhalt. Mittelbar, wie schon gesagt. Offensichtlich spaltet sich die rezipierende Öffentlichkeit in zwei Lager. Das eine ist empört, entsetzt, beschämt. Fühlt sich einerseits verpflichtet, sich bei allen Migranten und vor allem der gesamten restlichen Welt zu entschuldigen für das deutsche Nachkriegsvolk, das in keiner Weise so denkt wie Sarrazin. Und bemüht sich andererseits, umgehend Aktivitäten zu entwickeln, um die angeblich doch bereits hervorragend gelungene Integration der Migranten zu befördern. Oder hilfsweise Erklärungen für deren Scheitern zu suchen, bevorzugt bei den Deutschen bzw. sich selbst.

Dieses Lager besteht in erster Linie aus CDU-Politikern – kein Wunder! – Sozialwissenschaftlern und Sozialpädagogen. Das andere Lager besteht, so hat es den Anschein, aus einem recht hohen Prozentsatz an "Otto-Normalbürgern" und – erfolgreich integrierten Migranten! Zu dieser Gruppe darf ich mich übrigens selbst zählen. Und ich kann sagen, dass mir die türkische Anwältin bei Anne Will so was von aus dem Herzen gesprochen hat mit ihrer Antwort auf des Berliner Bürgermeisters einfältigen Einwurf, er sei "am Nachmittag nochmal durch meinen Kiez gegangen und hab deutsche Penner gesehen und daneben sehr viele integrierte Migranten." Allein diese beeindruckende Anzahl türkischer Gemüsehändler, so Wowereit.


Kompletter Artikel unter:
http://www.youndercover.de/sarrazin.php

Kommentare unter:
http://www.strippedforum.de/showthread.php?tid=1096

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