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02.07.2015 - Papst-Enzyklika und Überbevölkerung
Vatikansprecher und Klimaforscher Schellnhuber im Vorfeld der päpstlichen Umwelt-Enzyklika:
«Wir sind mit mindestens 6 Milliarden Menschen überbevölkert, denn die Tragfähigkeit der Erde liegt unter 1 Milliarde» *******
Wegen einer undichten Stelle im Vatikan wurde bereits Tage vor der Offenlegung über die Enzyklika von Papst Franziskus diskutiert. Der Grund: Seine darin enthaltenen Thesen und detaillierten Forderungen zum Thema Umwelt. Als offizieller Termin wurde der 18. Juni 2015 genannt. Doch durch das unbeabsichtigte oder vielleicht sogar bewusst geschaffene Leck – der Vatikan selbst spricht von Sabotage – wurde die Enzyklika bereits Tage zuvor gelobt, aber auch heftig kritisiert. So schreibt beispielsweise die deutsche TV-Anstalt ARD:
Das hat es noch nie gegeben: Dass ein Lehrschreiben eines Papstes schon vor seinem Erscheinen gelobt, gefürchtet, kritisiert wird. Kritik kommt vor allem aus den USA. Hier sind es konservative Kreise, die fürchten, der Papst könne in seiner Umwelt-Enzyklika dem Menschen die Schuld am Klimawandel geben und zu Verzicht, statt zu Wachstum, aufrufen.
Die grundlegenden Aussagen in der Enzyklika
Gemäss der frühzeitig veröffentlichten Version der Enzyklika von Papst Franziskus, spricht er von ‹rücksichtsloser Ausbeutung der Natur› und davon, dass der Mensch eines Tages selbst Opfer dieser Ausbeutung werden könne. Es sei dringend notwendig, dass die Führung der Menschheit sich radikal verändere, damit die technischen Meisterleistungen, das Wirtschaftswachstum und der wissenschaftliche Fortschritt sich nicht gegen die Menschen wenden.
Papst Franziskus verlangt eine neue weltweite Solidarität und die Verbindung von ökologischen, sozialen und politischen Fragen. Er fordert die Menschheit auf, andere Wege im Umgang mit der Welt zu suchen, vor allem andere Formen des Wirtschaftens. Er schreibt davon, dass die Erde sich immer mehr in eine gewaltige Müllhalde zu verwandeln scheine; dass das Menschenrecht auf sauberes Trinkwasser einem grossen Teil der Erdbevölkerung vorenthalten werde; dass Menschen in weiten Teilen der Welt kein Dach über dem Kopf hätten, während in anderen ein skandalöses Konsumniveau herrsche. Der Text schlägt einen grossen Bogen vom Verlust an Artenvielfalt bis zur globalen Ungleichheit, mit einer sozialen Degradierung in grossem Umfang. Franziskus macht die Politik verantwortlich für die Misere, erwartet aber offenbar kaum Besserung von dieser Seite. Die Menschen selbst, so ist seine Botschaft, müssen sich ändern, um das System zu ändern. Vor allem jene, die im Überfluss leben. Die können den Gebrauch von Plastik und Papier ebenso reduzieren wie ihren Wasserkonsum. Sie können Müll trennen und sollten nur das kochen, was sie wirklich essen, sollten andere Lebewesen rücksichtsvoll behandeln, mit anderen im Bus fahren, statt allein im Auto, Bäume pflanzen und Lampen ausschalten, die sie nicht brauchen. Für viele Umwelt- und Sozialkritiker ist das Konzept vielleicht nicht gerade revolutionär, aber mit der Aussicht verbunden, so Franziskus, mit weniger besser zu leben.

Die Reaktionen aus Politik, Religion und Wirtschaft
In der ganzen Welt hat die Enzyklika ein enormes Echo ausgelöst – von rüder Ablehnung einer vermeintlichen Einmischung in weltliche und damit wirtschaftliche Belange bis hin zu Begeisterung über die päpstlichen Forderungen ist alles enthalten. Viele religiöse und wirtschaftliche Interessengruppen und fanatische Gläubige haben sich vorab gewaltig über den bekannt gewordenen Inhalt der Enzyklika aufgeregt und sich darüber Sorgen oder Hoffnungen gemacht. Das Nachrichtenmagazin DER SPIEGEL schreibt darüber: Denn wenn ein Papst über die Umwelt schreibt und dabei womöglich konkret wird, dann stehen handfeste Interessen auf dem Spiel. So schreckten nicht nur Energiekonzerne und Autobauer auf, als Papst Franziskus ankündigte, eine Enzyklika zur Umwelt zu schreiben. Agrargiganten und Geldhäuser, Wirtschaftsverbände und Regierungen fürchteten sogleich, dass dieser unberechenbare Katholikenführer Schaden anrichten könnte. Sie schickten Lobbyisten und genehme Wissenschaftler in den Vatikan, um dort zur Meinungsbildung in ihrem Sinne beizutragen. … Gleicher Druck kam von der Gegenseite. Umweltverbände aus aller Welt drängten den Papst, sich für ihre Ziele einzusetzen. Uno-Chef -Ban Ki Moon umwarb Franziskus als Helfer für die nächste Klimarunde, diesen Herbst in Paris.
Weiter schreibt die ARD über die Reaktion US-amerikanischer Politiker:
Für eingefleischte Neokonservative eine Horrorvorstellung. Jeb Bush, Präsidentschaftskandidat der Republikaner und Katholik, will so etwas von einem Papst nicht hören: «Ich hoffe, ich werde dafür von meinem Pfarrer nicht gegeisselt, aber ich erhalte meine Wirtschaftspolitik nicht von meinen Bischöfen, meinen Kardinälen oder meinem Papst», sagt er. «Aber bevor ich ein Urteil fälle, möchte ich erst einmal lesen, was er sagt, wie all das mit dem Klimawandel zusammenhängt.»
Auch bei den Christengläubigen reichen die Reaktionen vom Abstreiten des Problems über Entsetzen bis hin zu Gleichgültigkeit oder blindem Glauben an eine technische Lösung – oder die Hilfe von ihrem ‹Herr Jesus›. Der Erzbischof von Washington betonte, der Gedanke an Umweltschutz sei sicher wichtig, doch dürfe er die wirtschaftliche Entwicklung nicht gefährden. Mitarbeiter der konservativen Denkfabrik ‹Heartland Institute› reisten kürzlich nach Rom, um den Papst vor dem vermeintlichen Fehler zu bewahren, seine enorme moralische Autorität für «Schrott-Wissenschaften und -Strategien einzusetzen, die die Welt nur noch schlechter machen». Die globale Erwärmung sei schlicht nicht menschengemacht, heisst es auf der Internetzseite des Instituts, das auch Studien für Tabakkonzerne erstellt hat, um zu bestreiten, dass es einen Zusammenhang zwischen Rauchen und Lungenkrebs gibt.
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