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13.07.2015 - Mutter Teresa - die Wahrheit
Mutter Teresa
oder der religiöse Wahn in seiner ganzen Grausamkeit
Über Mutter Teresa wurden unzählige Bücher geschrieben. Sie wurde in den höchsten Tönen gelobt, mit Preisen überschüttet, als Heilige verehrt und – dank eines auf die Schnelle hergezauberten ‹Wunders› – kurz nach ihrem Tod seliggesprochen. Am 26. Juni 2012, um 20.15 Uhr, wurde auf Bayern ‹alpha› ein Film von Michael Busse und Maria-Rosa Bobbi gesendet mit dem Titel: ‹Das schwierige Erbe der Mutter Teresa.› Die Sendung war kritisch, wenn auch in milder Form, und sie veranlasste mich, weiter nachzuforschen, um andere hinterfragende Stimmen über diese dominante Frau zu finden. Das war gar nicht so einfach, denn in der Flut der Lobpreisungen gehen diese Stimmen förmlich unter.
Ein paar dieser kritischen Buchautoren, Filmemacher und direkt Betroffenen möchte ich hier zu Wort kommen lassen. Ihre Texte können im Internet nachgelesen bzw. in den filmischen Dokumentationen nachgesehen werden. Alle Quellenangaben finden sich am Ende des Artikels.

Hier ein paar kurze Blitzlichter einzelner Beiträge:
– Einer von Aroup Chatterjees Vorwürfen ist, dass Kalkutta zum weltweiten Symbol des Elends geworden ist, weil Mutter Teresa diese Kulisse für ihre Karriere, für ihren Ruhm und die Spendengelder brauchte. «Kalkutta wird gesehen als eine Stadt voller Kloaken und Gossen, bevölkert von Bettlern, Obdachlosen und Leprakranken, Leuten ohne Glieder in einer Stadt ohne Strassen. In den westlichen Augen gibt es nur eine gute Sache, nämlich Mutter Teresa und ihre Ordensschwestern, die gelegentlich durch dieses Elend rudern und die Armen auflesen. Unglücklicherweise ist dies in den Köpfen der Weltöffentlichkeit ein fest verankertes, aber leider falsches Bild. Ich denke, zu Beginn hatte sie sehr gute Absichten mit einem sehr einfachen Angebot, aber dann bauschte sie das Sterbeheim zum feinsten Krankenhaus der Welt auf. Ich würde es heute allenfalls ein Hospiz nennen. Und in der Zeit, als ich es besuchte und sie noch lebte, hätten viele Leute in Kalkutta nicht einmal ihre Haustiere dort untergebracht.»
«Leiden und das Ertragen von Schmerzen wurde jedem und nicht nur Katholiken in diesem Sterbeheim sozusagen verschrieben.»
«Anfangs waren auch viele Ärzte unter den Freiwilligen. Sie waren die ersten, die in Fachzeitschriften scharfe Kritik formulierten: Mangelnde Hygiene, keine medizinische Versorgung, sträflicher Dilettantismus bei der Arbeit der Freiwilligen. Mutter Teresa antwortete ihnen so: ‹Wir werden missverstanden; wir werden missinterpretiert; wir sind keine Krankenschwestern; wir sind keine Ärzte; wir sind keine Sozialarbeiter; wir sind religiös.›»

«Sie hatte keine saubere Betten für ihre Patienten, sondern nur kleine, schmale Liegen. Den Kranken war es verboten, in den Gängen auf- und abzugehen. Sie sollten liegenbleiben. Man gab ihnen keine Namenschilder, nur Nummern, und sie durften keine Besuche empfangen.»
Aroup Chatterjee, Arzt, in Kalkutta geboren und aufgewachsen

– Als wir das Sterbeheim in Kalighat, im Süden der Armutsmetropole Kalkutta betreten, ist gerade Morgenputz. Die Patienten schütten ihren Urin auf den Boden. Gereinigt wird mit kaltem Wasser, indem die Fussböden mit Schläuchen abgespritzt werden. Zu diesem Zweck werden die Pritschen, die auf Rollen stehen, mittels zwei Stangen von den Freiwilligen rumgeschoben. Ob die Leute ansteckende Krankheiten haben, ist nicht zu erfahren, sie haben keine Namen, sondern nur Nummern. Die Haare wurden ihnen bei ihrem Eintritt abrasiert.
«Gott entscheidet, wer lebt und wer stirbt», mit diesen Worten hatte Mutter Teresa eine echte medizinische Versorgung in ihren Heimen stets abgelehnt.
Michael Busse und Maria-Rosa Bobbi, Filmemacher

– «Es gab 4 Waschlappen, für 40 Patientinnen. Ich bin erst später dahintergekommen, dass es Teil der Idee ist, dass es nur sehr wenige Dinge gibt. So wurde die Wäsche der kranken Menschen in kaltem Wasser gewaschen. Um das Geschirr zu waschen, hockten wir alle auf dem Boden wie die ‹Amish people› und haben in Trögen mit kaltem Wasser das Blechgeschirr abgewaschen.»
«Wir wurden nicht aufgeklärt, wer was hat. Eine der Patientinnen, die ich versorgte, war HIV-positiv, das hab’ ich erst nach 4 Wochen erfahren. Auch sie wurde normal gewaschen und gefüttert.»
«Es gab auch Kranke, die sich z.T. Heiligenbildchen an die Wand hängen wollten; diese wurden gleich wieder entfernt, und es war ja ein katholisches Haus. Nach und nach hinterfragt man diese Dinge: Warum müssen die Haare abgeschnitten werden, warum sind die hygienischen Bedingungen so wie sie sind, warum sind die Kranken den Blicken der sensationshungrigen Besucher und auch Praktikanten in der Form ausgeliefert?»
Else Buschheuer, Journalistin und Freiwillige für zwei Monate Teil des Filmbeitrags von Busse/Bobbi

– Über all diese Vorwürfe hätten wir gerne mit den Schwestern und der Nachfolgerin von Mutter Teresa gesprochen, doch sie lehnten ab. Wir mussten ein Papier unterschreiben, in dem stand: Keine Interviews mit den Schwestern, keine Interviews mit den Patienten, keine Interviews mit den Freiwilligen innerhalb des Sterbeheims; Dreharbeiten nicht länger als eine halbe Stunde. So blieben uns nur Blicke auf Menschen, mit denen wir nicht reden durften.
– Reporter: «Bis heute ist die Kritik an Mutter Teresas Arbeit kaum bekannt. Die Aura ‹der Stadt der Freude› (so ein Buchtitel über Mutter Teresa und ihre Arbeit) mit ihrem Sterbeheim überlagert alles. Vielleicht liegt es auch daran, dass kaum ein Freiwilliger weiss, was die Patienten denken, denn sie sprechen deren Sprache nicht. – Die Stadt der Freude haben wir uns irgendwie anders vorgestellt.»
Mutter Teresa wurde Zeit ihres Lebens nicht müde, die Einsamkeit als Pein der westlichen Zivilisation anzuprangern. Doch diesen Menschen hier scheint es nicht besser zu gehen.
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