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20.03.2015 - Falschhumanismus bewirkt Grausamkeiten
Falschhumanismus bewirkt unmenschliche Überbevölkerung und grausamste Ausartungen *** Im August 2014 war der Autor zur Geburtstagsfeier einer Freundin eingeladen und konnte dort den Erzählungen einer fast 60-jährigen Frau lauschen, die Heilpraktikerin ist und der ein Kinderheim in der 20-Millionen-Metropole Lagos in Nigeria gehört. Die dort lebenden Kinder haben entweder keine Eltern mehr oder wurden von ihren Familien ausgesetzt, weil diese sie einfach nicht mehr ernähren können. Wieder andere wurde einfach vor die Tür des Kinderheimes gesetzt oder auf dem Müll gefunden, wo sie zum Sterben abgelegt wurden. Die Besitzerin des Kinderheimes fliegt regelmässig nach Nigeria, was ihr zur genannten Zeit jedoch aufgrund der Ebola-Epidemie von den Einreisebehörden verboten wurde. Sie kennt also die dortigen Verhältnisse sehr gut und möchte etwas zur Linderung der menschlichen Not beitragen. Die Sprache kam dann fast zwangsläufig auf die teilweise unmenschlichen Verhältnisse in Nigeria aufgrund der horrenden Überbevölkerung. Die Familien in den Slums können sich nur mit äusserster Not ernähren, viele sterben an Hunger und Durst und viele Menschen fallen einfach tot auf den Strassen um. Gegessen wird „alles was vier Füsse und Augen im Kopf hat“, so zum Beispiel auch Ratten samt ihren Eingeweiden, denn der Hunger ist für uns relativ wohlhabende Menschen unvorstellbar. Willkürliche Kriminalität und Morden aus purer Lust am Töten sind an der Tagesordnung. Die Menschen sehen keinen Ausweg aus ihrer Armut und dem Hunger und erhoffen immer noch irrwitzigerweise, durch das Zeugen vieler Kinder sich irgendwie über Wasser resp. am Leben erhalten zu können. Was die Heilpraktikerin resp. Kinderheimbesitzerin dann erzählte, liess einigen Zuhörern das Blut in den Adern gefrieren: Wenn ein am Hungertuch nagendes Ehepaar schon etwa fünf Kinder in die Welt gesetzt hat, die kaum etwas zu essen haben, wird noch ein Kind gezeugt, dass noch im Kleinkindalter verstümmelt wird, indem ihm die Augen ausgestochen oder Arme und Beine abgehackt werden. Dies alles damit es – sofern es überlebt – als Bettelkind auf die Strasse geschickt werden kann, wo es ein bisschen Geld als Almosen eintreiben muss, damit die Familie ein wenig mehr zum Überleben hat. Aus rein humanitären Gesichtspunkten mag es richtig erscheinen, den hungernden Kindern, Frauen und Männern vorübergehend zu helfen und diese beispielsweise in Kinderheimen vor dem Verhungern zu retten. Selbst im genannten Fall ist die Zukunft dieser Kinder jedoch offen, denn die Behörden erlauben die Unterbringung im Heim nur bis zum 7. Geburtstag, wonach sie von Amts wegen abgeholt werden. Nicht einmal die Kinderheimleiterin selbst weiss, was dann mit ihnen geschieht.
Aber ist eine solche ‹Hilfe› im Lichte der Wahrheit betrachtet nicht nur ein weiteres Merkmal falsch angewandter Humanität resp. einer falschhumanen Denk-, Fühl- und Handlungsweise, die den Menschen über Jahrtausende hinweg durch die Religionen, Sekten, Philosophien, von der Esoterik und durch sonstige natur- und wirklichkeitsfremde Weltanschauungen eingetrichtert wurde? In Wirklichkeit und Wahrheit ist es doch so, dass durch ‹gut gemeinte› Hilfsmassnahmen, die nur die Symptome eines Grundübels behandeln und dieses sogar noch fördern, das horrende Problem nur noch verschlimmert und Öl ins Feuer der Überbevölkerung gegossen wird, wodurch dieser weltweit lodernde Brand nicht gelöscht, sondern mehr und mehr zu einem unkontrollierbaren Weltenbrand entfacht wird. Darauf angesprochen, war sich auch die Heimbesitzerin dessen im klaren, dass langfristig und grundsätzlich nur rigorose Geburtenkontrollen der Überbevölkerung und ihren Folgen Einhalt gebieten könnten, was aber angesichts der Hilflosigkeit der Verantwortlichen und der Behörden (national und weltweit) als undurchführbar angesehen und mit einem resignativen Schulterzucken als unabänderlich hingenommen wurde.
So werden auch die Auswüchse und katastrophalen Folgen der Überbevölkerung in Form des Klimawandels und dem damit einhergehenden Extremwetter usw. von vielen Menschen und Organisationen erkannt, aber der hirnlose Vermehrungswahn des Erdenmenschen wird damit nur bedingt oder gar nicht in einen ursächlichen Zusammenhang gebracht. Lieber nimmt man ein riesiges Chaos auf unserer Erde in Kauf, anstatt durch logische Gewalt eine gesunde Ordnung durchzusetzen, durch die alle Menschen nach und nach wieder gesunde und menschenwürdige Lebensbedingungen vorfinden könnten. Wird konkret darauf hingewiesen, dass weltweit konsequente, humane und für alle Menschen verbindliche Geburtenregelungen notwendig sind, dann stösst man mancherorts zuerst auf Zustimmung, die beispielsweise von Seiten der ‹Agentur Zukunft – Büro für Nachhaltigkeitsfragen› (siehe http://www.agentur-zukunft.eu/) folgendermassen klingt:

«Die Überbevölkerung ist mit Sicherheit e i n e der Ursachen für den Klimawandel, aber nach Meinung vieler Wissenschaftler (z.B. Nicholas Stern) nicht die einzige. Eine weitere liegt im kurzfristigen Denken (der sogenannten Externalisierung – siehe den Artikel auf den Sie reagieren – dort der Verweis auf: www.ethisch-oekologisches-rating und www.nehmenundgeben.de). Was mich aber an Ihrer Zuschrift ungeklärt zurücklässt, ist das WIE. Was schlagen Sie über Ihren durchaus einleuchtenden Appell („weltweit gültige restriktive, aber humane Geburtenkontrollen“) hinaus konkret vor. Wie können weltweite Geburtskontrollen - human? – durchgesetzt werden? Da wäre ich Ihnen für eine Konkretisierung dankbar.»

Daraufhin wurde dem Vertreter der Organisation geantwortet, dass konkrete Massnahmen im FIGU-Sonder-Bulletin Nr. 41 im Artikel ‹Bevölkerungswachstum ohne Ende? – Schluss mit dem Tabu!› aufgeführt sind. Die Reaktion daraufhin:

«Es tut mir leid, aber die Vorschläge sind nicht mit den Menschenrechten vereinbar – insofern abzulehnen. Außerdem sind sie – Gottseidank - praktisch völlig undurchführbar.»

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