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23.02.2011 - Die Lebensversicherung ist tot!
Der Streit um den Mindestzinssatz, welche Deutsche Lebensversicherungsgesellschaften ihren Kunden maximal versprechen dürfen, geht langsam aber sicher in die entscheidende Runde. Eine ganze Branche wartet gespannt auf den Entscheid des Bundesfinanzministeriums, ob der Garantiezins für neue Policen auf 2 oder gar 1,75% gesenkt wird. Die Versicherungsgesellschaften fürchten das Aus für des Deutschen liebste Anlage. Ich bin der Meinung, das Ende ist längst erreicht.

Tiefer Garantiezins kann Kosten nicht mehr kaschieren

Das Rückzugsgefecht der Branche, welche verzweifelt an den bisherigen 2,25% festhält und maximal auf 2% gehen will, mag für Laien bizarr aussehen, sind doch beide Werte nicht gerade das, was die Mäuse aus den Löchern lockt. Das Problem der Interessenvertreter liegt auch weniger in diesem Renditeversprechen an sich, schließlich stellt es ja nur einen Teil der tatsächlichen Rendite einer Lebensversicherung dar. Was die Branche tatsächlich fürchtet, ist der Umstand, dass sich mit 1,75% Garantiezins das Kostenloch der Gesellschaft (Abschluss-, Stück- und Verwaltungskosten) nicht mehr in angemessener Zeit füllen lässt. Es ist fraglich, ob der Kunde es schätzen würde, wenn der garantierte Rückkaufswert die Höhe der eigenen Investition erst in 13-15 Jahren erreichen würde!

Gute beratene Kunden wissen es allerdings schon lange: Angesichts der mageren Garantie ist eine Investition in eine klassische Lebens- oder Rentenversicherung schon längst kein gutes Geschäft mehr. Darüber können die angepriesenen Gesamtrenditen (Garantiezins + Überschüsse) nicht hinwegtäuschen, denn diese beziehen sich immer nur auf das investierte Kapital. Da dieses jedoch durch den enormen Kostenblock um – je nach Gesellschaft und Vertrag – bis zu 25% gemindert wird, braucht es schon gute Argumente, damit sich eine Investition in ein klassisches Produkt rechtfertigen lässt.

Antizyklisches Verhalten? Fehlanzeige!

Die Überschüsse sind es auf jeden Fall nicht, denn diese sind bei deutschen Lebensversicherern unterdurchschnittlich. Weshalb dies so ist, zeigt nachfolgende Grafik, welche Ihnen zeigt das prozyklische Anlageverhalten der Lebensversicherungen aufzeigt.

Dargestellt werden die stellvertretend die Entwicklung der Zinsen (10 jährige Bundesanleihen, jeweils zum Jahresende) und des DAX im Verhältnis zum Aktienanteil der Versicherer in der Zeit von 1994 - 2009. Sie können unschwer erkennen, dass der Aktienanteil der Gesellschaften ausgerechnet in jener Zeit am deutlichsten steigt, wenn der DAX astronomische Höhe erreicht (Dotcom Blase) und auch nicht abebbt, als diese offensichtlich bereits am Platzen begriffen ist. Jahre später, wenn sich der Markt aber wieder erholt und mit Aktien ein wirklich dickes Geschäft zu machen gewesen wäre, reduziert die Branche ihren Aktienanteil. Damit beweisen die Vermögensverwalter der Versicherer (übrigens seit Jahrzehnten) zwar Volksnähe, denn auch die Bürger kaufen in Deutschland gerne zum Höchstpreis, um dann zum Tiefstpreis ihr Engagement aufzugeben, doch einen Beitrag zur Attraktivitätssteigerung der Policen leisten sie damit nicht. Weshalb sollte man jedoch für viel Geld einen aufgeblasenen Verwaltungsapparat unterstützen, wenn das Ergebnis nicht besser ist, wie die eigenen Bemühungen? Eben!

Fazit: Klassische Renten- und Lebensversicherungen sind ein Relikt des vergangenen Jahrhunderts. Seit Jahren verweigern sie sich notwendigen Strukturanpassungen, nicht zuletzt deshalb, weil damit ein massiver Umbau der Vertriebs- und Verwaltungsstruktur verbunden wäre. Als Kunde müssen Sie sich deshalb fragen, ob Versicherungen als Verwalter ihres Vermögens tatsächlich die erste Adresse sind oder ob Sie sich nicht besser ein individuelles Anlagekonzept auf den Leib schneidern lassen. Vielleicht ohne Garantiezins und möglicherweise mit etwas weniger gefühlter Sicherheit. Doch was zählt ist das Ergebnis unter dem Strich und das ist, mit Verlaub, bei Versicherungen schon lange nicht mehr positiv.

Daniel S. Batt
Finanzplaner mit eidg. FA (FH)
www.vorsorgeportal.org

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