Home |  Launches |  Relaunches | Updates    Neu:  Sitemap | Referrer Tagcloud
Neu: Weblog Online Marketing Tools
 

Profil www.galerie-fuer-kulturkommunikation.com

URL: www.galerie-fuer-kulturkommunikation.com   Klicks: 206

Screenshot
Projekt einer Ikonographie des Alltagslebens
Kategorie: Online Medien  Branche: Kultur
Agentur / Betreiber: Galerie für Kulturkommunikation
Serp Snippet Optimierung für bessere Klickraten.
>> Diese Seite versenden  >> Diese Seite versenden
Website besuchen  >> Website besuchen

>> Zur News-Übersicht dieser Seite

07.11.2012 - Die Kunst der Reisefotografie
Reisephotographie als Gratwanderung zwischen Kunst und Dokumentation. Zum Publikationskonzept der Galerie für Kulturkommunikation


Die Zeit des bürgerlichen Bildungsreisenden sind vorüber, auch wenn manche Reiseunternehmen so tun, als wäre dies nicht so. Sie bieten keine Erfahrung, sondern Konsum an. Vielfach ist es den Photographien, die auf solchen Fahrten entstanden sind, auf den ersten Blick anzusehen, dass der Photograph diese Bilder sah, nicht nur um die Trümmer einer untergehenden Welt zu sichten, sondern auch die Dokumentation eines neuen Weltreiches zu vollziehen. In der Regel weiß man nach der Betrachtung nur weniger Bilder eines solchen Photographen, ob ihn dass, was er uns zeigt, anziehend oder abstoßend findet. Die Ambivalenz, die bei der Betrachtung solcher Bilder entsteht, ist nicht alleine Sache des Betrachters. Die Art und Weise, wie frühere Reisende auf neue Kulturen reagierten, ist nicht mit der des heutigen Reisephotographen vergleichbar. Wir kommen nicht ohne die Faszination technischer Dinge zu unseren Zielen. Auch in den entlegendsten Weltengegenden diktiert heute die Macht der Zahl das Leben. Für den modernen Reisephotographen ist das ganze Leben Material für eine Ausstellung, aber nicht mehr nur das reine Abbilden von Leben. Bisweilen ist der Aspekt der Verwertbarkeit von Bildern, die noch gar nicht gemacht worden sind, Leitmotiv bei der Wahl des Reizeziels. Ergebnis sind dann Bilder, die der Photograph bereits im Kopf hat, bevor er überhaupt seinen Fuß in ein Flugzeug setzte, einfach, weil er ähnliche Bilder bereits tausendfach sah und er weiß, dass seine künftigen Betrachter nichts so sehr wünschen, wie die immergleichen Bilder immer wieder zu sehen. Es gibt Kreaturen, die werfen ihre umfangreichen Dia-Archive in den Müll und behaupten dann von sich, sie würden jetzt das Selbe noch einmal photographieren, aber diesmal digital. Mit den Mitteln technischer Bildbearbeitung wird dann das Vorgefundene in das Fratzenhafte verändert.

Es gilt, sich vor dergleichen Falschenerfahrungen zu schützen und bei der Photographie der eigenen Wahrhaftigkeit zu folgen. Wenn diese Wahrhaftigkeit aus dem immer wieder Reproduzieren des längst gesehenen besteht, so sollte der Photograph die Konsequenz ergreifen und mit der Photographie aufhören.


Die Galerie für Kulturkommunikation präsentiert in ihren Ausstellungskatalogen ein Konzept, welches die Frage erörtert, wie weit wir ein realistisches Bild von der Welt haben können. Diese Frage ist federführend bei der Bildauswahl der publizierten Bände. Die Vorstellungen, die wir von bereisten Orten haben, sind immer bildhafter Natur. Wir leben in einer Zeit, deren Realität durch fremd vermittelte Bilder bestimmt wird. Vielfach wird Realität durch diese Bilder überhaupt erst legitimiert, und es drängt sich die Frage auf, ob diese Bilder tatsächlich die Realität erzeugen, oder ob es hinter diesen Bildern eine eigene Realität gibt, die wir oftmals aber gar nicht mehr wahrnehmen. Wie real bilden Photographien unsere Realität ab?

>> Zur nächsten News

 
 Launch   Relaunch Relaunch   Update Update
 
Sie sind noch nicht registriert?
Melden Sie Ihre Website kostenlos
an und promoten Sie Ihre News: