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04.04.2012 - Anaphylaktischer Schock
München, 04. April 2012 - Für hochallergische Menschen können ein Wespenstich, Spuren von Erdnuss in der Mahlzeit oder bestimmte Medikamente lebensgefährlich sein: Die Atemwege schwellen zu, die Bronchien verkrampfen und der Kreislauf bricht zusammen. Claudia Galler, Gesundheitsredakteurin von Deutschlands größter Arztempfehlung jameda (http://www.jameda.de), informiert über Ursachen eines anaphylaktischen Schocks und lebensrettende Hilfemaßnahmen.

Anaphylaxie ist die schwerste Form der allergischen Reaktion
Innerhalb von Sekunden bis 20 Minuten können harmlose Symptome wie Juckreiz oder Kribbeln der Haut übergehen in heftige Beschwerden, die den gesamten Körper betreffen. Dazu gehören Wasseransammlungen im Gewebe, Magen-Darm-Krämpfe und Durchfall. Lebensbedrohlich wird der Zustand, wenn der Rachen anschwillt und die Bronchien verkrampfen.

Beim anaphylaktischen Schock versagt der Blutkreislauf
Ein Mensch befindet sich im Schockzustand, wenn das Blut nur noch unzureichend im Körper zirkuliert. Die lebenswichtigen Organe Gehirn, Nieren, Leber und Herz erhalten nicht genügend Sauerstoff, alle Körperfunktionen drohen auszusetzen. Auch bei einem anaphylaktischen Schock werden durch körpereigene Botenstoffe wie Histamin die Blutgefäße weit gestellt, so dass der Blutdruck drastisch absinkt. Gleichzeitig werden die Gefäße durchlässiger, Flüssigkeit tritt aus der Blutbahn ins Gewebe. Mit sinkendem Blutvolumen sinkt der Blutdruck noch weiter ab.

Ursachen können Nahrungsmittel, Insektengifte oder Medikamente sein
Zu den Auslösern für anaphylaktische Reaktionen gehören Nahrungsmittel wie Nüsse, Erdnüsse, Soja, Meeresfrüchte, Eier und Milch. Oft sind es winzige Mengen, die bei Betroffenen heftige Symptome hervorrufen. Selbst das Berühren des Allergens kann genügen. Insektengifte von Wespen, Bienen und Hornissen können ebenfalls eine Anaphylaxie auslösen sowie bestimmte Medikamente, z. B. Acetylsalicylsäure, jodhaltige Kontrastmittel und Antibiotika.

Jede anaphylaktische Reaktion muss ärztlich behandelt und überwacht werden
Im Falle einer anaphylaktischen Reaktion ist schnelle Hilfe lebensrettend:

- Notarzt mit 112 benachrichtigen.
- Das Allergen entfernen.
- Notfallset anwenden, falls vorhanden.
- Den Patienten in Schocklage bringen: Auf den Rücken legen, Füße erhöht betten.

Der Arzt verabreicht dem Patienten Adrenalin, um den Kreislauf anzuregen und die Bronchien zu entkrampfen. Ein Antihistaminikum dämmt die allergischen Symptome ein, mit einem Glukokortikoid werden Entzündungen bekämpft. Der Patient erhält eine Infusion, die das Blutvolumen erhöht. Bei versperrten Atemwegen wird die Luftzufuhr mit einem Beatmungstubus aufrechterhalten.

Ein Notfallset als Lebensretter
Ein Anaphylaxie-Notfallset enthält ein Antihistaminikum und ein Glukokortikoid in flüssiger Form zum Trinken, einen mit Adrenalin befüllten Autoinjektor und bei Asthmatikern ein bronchienerweiterndes Spray zum Inhalieren. Betroffene müssen sich mit der Anwendung vertraut machen und das Set stets bei sich tragen. Sie sollten einen Allergiker-Pass mit sich führen und ihre engste Umgebung wie Familie, Freunde und Arbeitskollegen informieren, damit auch diese wissen, was im Notfall zu tun ist.

Sollten Sie den Verdacht haben hochallergisch zu sein, wenden Sie sich am besten sofort an einen Allergologen. Gut bewertete Allergologen finden Sie zum Beispiel auf jameda: http://www.jameda.de/aerzte/allergologen/fachgebiet/

Pressekontakt:
jameda GmbH
Elke Ruppert
Klenzestraße 57b
80469 München
presse@jameda.de
089/2000 185 85
http://www.jameda.de

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