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07.04.2008 - 2.250 Wassergeburten in Sterzing!
Nach der ersten Wassergeburt 1997 konnte innerhalb Dezember 2007 bereits die 2.250. Geburt im Wasser verzeichnet werden. Der Anteil der Wassergeburten hat sich auf über 40% aller Geburten in den letzten Jahren eingependelt.

Der Anspruch der Gebärenden an die geburtshilflichen Abteilungen hat sich deutlich gewandelt: die Geburtshilfe ist sicherer und frauenorientierter geworden. Die Geburt ist mehr als nur der rein medizinische Akt des Gebärens. Daher ist die Sicherheit für Mutter und Kind nicht allein ausschlaggebend. Infolge dieses Paradigmenwechsels ist es Aufgabe der geburtshilflichen Abteilungen, nicht nur gute medizinische Ergebnisse zu gewährleisten, sondern auch dem „Erlebnischarakter“ der Geburt Rechnung zu tragen. Seit den ersten Berichten über Wassergeburten werden viele Diskussionen bezüglich fetaler und maternaler Risiken geführt. Der wichtigste Einwand gegen die Wassergeburt wird von Hygienikern, Geburtsmedizinern und Neonatologen geäußert und betrifft die Infektionsgefahr für die Gebärende und das Neugeborene.

Die Bakterien könnten sich im körperwarmen Wasser schnell vermehren und das Neugeborene sowie die Mutter infizieren. Ziel dieser Studie war es, die im Untersuchungszeitraum erfolgten 2.250 Wassergeburten und das auf Körpertemperatur angewärmte Wasser zu analysieren und die Infektionsraten bei den im Wasser geborenen Kindern mit den auf dem Gebärbett geborenen zu vergleichen.

Bei den Erstgebärenden, die im Wasser geboren haben, ließen sich im Vergleich zu den Gebärenden im Bett eine Verkürzung der Eröffnungsphase und signifikant weniger Dammschnitte feststellen, ohne dass dies zu Lasten von vermehrten Dammrissen ging. Der arterielle Nabelschnur-pH-Wert und der Basenüberschuss ergaben keinen Unterschied zwischen beiden Gruppen.

Die Wassergeburt hat gegenüber den herkömmlichen Geburtsmethoden Vorteile. Sie ist gekennzeichnet durch eine verkürzte Eröffnungsphase, signifikant weniger Dammschnitte und einen geringeren Verbrauch an Analgetika.

Bei den 2.250 Frauen, die in der Wanne geboren haben, konnte in aller Regel auf Schmerzmittel verzichtet werden, da die entspannende und schmerzlindernde Wirkung des Wassers ausreichend war. Nur bei 3,9% der Frauen, die vorher in der Wanne waren, wurde außerhalb der Wanne eine Periduralanästhesie zur Schmerzlinderung angelegt, ebenso bei weiteren 2,3%, die nie in der Gebärwanne waren.

Die 2.250 Kinder, die im Wasser geboren wurden, waren bis auf wenige Ausnahmen klinisch unauffällig. Es war kein Unterschied in Bezug auf den arteriellen Nabelschnur-pH-Wert (im Mittel im Wasser 7,25 vs. 7,24 auf dem Bett) und die Basenüberschuss-Werte (im Mittel -5,35 vs. -6,05mmol/L) festzustellen.

Obwohl nach der Geburt im Wasser eine hohe Verkeimung durch fäkale Bakterien und in geringem Maße auch durch Hautkeime festgestellt werden konnten, wiesen die im Wasser geborenen Kinder keine erhöhte Infektionsrate auf.

Insbesondere konnten auch keine vermehrten lokalen Infektionen der Haut (Nabel) und der Augen (Konjunktivitis) festgestellt werden. Mit 1.05% wiesen die im Wasser geborenen Kinder weniger Infektionszeichen wie Tachypnoe, Nasenflügeln, auffälliges Hautkolorit und erhöhte CRP-Werte auf als die 1.75% auf dem Gebärbett geborenen Kinder (P< 0,05). Die Neugeborenen mit diesen Infektionszeichen erhielten eine Antibiotikatherapie.

Diskussion
Die gegenüber der Wassergeburt teilweise emotional geführten Diskussionen und kritischen Äußerungen sind größtenteils verstummt. Die befürchteten Komplikationen, von der Aspiration bis zum Ertrinken und der erhöhten Infektionsgefahr für das Neugeborene, sind ausgeblieben, da der so genannte Luftanhaltereflex (diving reflex) intrauterin, während der Geburt und unmittelbar danach im Wasser voll wirksam ist.

Nur bei intrauterinen Azidosen sind diese Schutzfunktionen von Seiten des Feten nicht gewährleistet. Dieser Tauchreflex, der von primitiven Hirnstrukturen gesteuert wird, verhindert die Aspiration von Wasser in die Lunge. Als Folge davon können auch die während der Geburt mit den Faeces der Gebärenden ausgeschiedenen Keime nicht in die Lungen der Neugeborenen eindringen und eine Infektion verursachen. Erst nach dem Auftauchen erlischt dieser Schutzreflex, der über die Hautrezeptoren des Gesichtes vermittelt wird.

Selbstverständlich müssen dabei die strengen Richtlinien im Sinne einer sorgfältigen Überwachung der Gebärenden und insbesondere der kindlichen Herztöne eingehalten werden. Obwohl am Krankenhaus Sterzing bei 4% der Gebärenden wegen eines pathologischen CTG’s die Geburt im Wasser abgebrochen wurde und 3% erst gar nicht wegen eines suspekten CTG’s in die Gebärwanne steigen durften, waren 5 Neugeborene unmittelbar nach der Wassergeburt klinisch auffällig. Bei 2 davon wurde der Verdacht auf eine Aspiration geäußert. Auch diese Neugeborenen konnten nach kurzzeitiger Behandlung im Inkubator und einer Antibiotikatherapie am 5. Lebenstag in klinisch unauffälligem Zustand mit der Mutter nach Hause entlassen werden.

Bei kritischer Beurteilung der jeweiligen geburtshilflichen Situation hätte man in diesen Fällen die Geburt nicht im Wasser beenden sollen.

Schlussfolgerung
Unsere Erfahrungen zeigen, dass die Wassergeburt ihre Außenseiterrolle verlieren und in den nächsten Jahren einen festen Platz in der Geburtshilfe einnehmen wird. Die Geburt im Wasser ist bei kontinuierlicher CTG-Überwachung per Telemetrie sowie sorgfältiger Geburtsleitung für Mutter und Kind nicht gefährlich, wobei ein Restrisiko auch bei strenger Beachtung der Kontraindikationen nie ganz auszuschließen sein wird.

Mehr unter:

http://www.babypartner.de/babys/main/geburt/4322.index.htm

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